(Foto: Joshua A. Hoffmann)

1. Halbjahr

Veranstaltungen 2012.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) in den Stürmen der globalen Finanzkrise

Gesprächsabend mit Dr. Werner Hoyer, Präsident der EIB

14.06.2012

Ja zur Europa, Nein zu Eurobonds

Dr. Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB),
nimmt im Kölner Presseclub Stellung zur europäischen Finanzkrise

In dieser Sache sind sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Dr. Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), einig: Eurobonds seien das falsche Mittel um der europäischen Finanzkrise Einhalt zu gebieten. Bei der Presseclub-Veranstaltung „Die Europäische Investitionsbank in den Stürmen der globalen Finanzkrise“ sprach sich Dr. Werner Hoyer in der IHK Köln klar für den strikten Kurs der Kanzlerin aus und machte im Gespräch mit dem Presseclub-Vorstand Dr. Hildegard Stausberg und Peter Pauls deutlich, dass er Eurobonds rechtlich für nicht durchführbar halte.

Ein klares Ja gab es dagegen für Europa. Als überzeugter Europäer bekräftigte Dr. Werner Hoyer an diesem Abend, dass die EIB als Bank grundsätzlich dazu bereit sei, sich noch aktiver als bisher an den Problemlösungen in Europa zu beteiligen. Sie brauche dazu aber von ihren Anteilseignern eine bessere Ausstattung mit Eigenkapital – alles andere sei unseriös. Dass der Euro auch in Zukunft unsere Währung sein wird, davon ist Dr. Werner Hoyer überzeugt. Eine Rückkehr zur D-Mark nannte er „grenzenlos naiv“ und verwies darauf, wie gerade Deutschland durch die Euro-Einführung wirtschaftlich profitierte.

Der ehemalige Staatsminister im Auswärtigen Amt ist seit Januar 2012 neuer Präsident der Europäischen Investitionsbank. Die Bank der Europäischen Union hat ihren Sitz in Luxemburg und unterstützt die Ziele der 27 EU-Mitgliedsstaaten. Hauptaufgabe ist die Finanzierungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zur Verfügung zu stellen.

DIE WELT vom 16.6.2012 Kölner Stadt-Anzeiger vom 16.6.2012 Magazin der IHK Köln "IHKplus" # 7/8 2012

Fotos: Christian Ahrens

Chile: Eine lateinamerikanische Erfolgsgeschichte

Chancen und Perspektiven für deutsche Unternehmen

26.04.2012

Chile: attraktiv, krisenfest und offen für internationalen Handel
Botschafter wirbt in Köln für den Andenstaat / Über 120 Teilnehmer in der DEG

Eine Podiumsdiskussion mit dem chilenischen Botschafter Jorge O’Ryan Schütz holte den Andenstaat in das Herz von Köln und machte deutschen Unternehmern den chilenischen Markt schmackhaft. Über 120 Teilnehmer folgten der Einladung des Kölner Presseclub, ProChile, Lateinamerika Verein und Ibero-Club Bonn.
Gastgeber war die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, die mit dem Diskussionsabend an ein bereits bewährtes Format anknüpfte.

In Chile zu investieren lohnt sich – darüber waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion „Chile: Eine lateinamerikanische Erfolgsgeschichte. Chancen und Perspektiven für deutsche Unternehmen“ einig. Denn die wirtschaftliche Lage des Landes sieht mehr als gut aus: Nach einem realen Wachstum von 5,2 Prozent im Jahr 2010 wuchs die chilenische Wirtschaft 2011 um 6,3 Prozent – das ist die höchste Wachstumsrate seit 14 Jahren.
Im laufenden Jahr soll die Wirtschaft noch einmal um 4,5 Prozent zulegen. Und das, obwohl der Andenstaat als Rohstoffexporteur von der Marktlage in den krisengebeutelten Industrieländern abhängig ist.

Doch Chile hat selbst in Krisenzeiten noch viel Luft nach oben, davon waren auch die Podiumsteilnehmer Dr. Reinhold Festge, Vorsitzender der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft, und Mariana Bárcena, Direktorin Lateinamerika der DEG, überzeugt. In seinem eingehenden Impulsreferat machte Botschafter Jorge O’Ryan Schütz vor über 120 Teilnehmern die Stärken des Landes an der Pazifikküste deutlich.

„Ein offenes Land mit vielen Stärken“

Chile ist das Land mit den meisten Handelsabkommen – 21 hat es bisher mit Ländern auf der ganzen Welt abgeschlossen. Die Europäische Union profitiert davon auf ganzer Linie: Nach China ist sie Chiles zweitwichtigster Handelspartner, ihr Handelsaustausch hat sich seit Inkrafttreten des Assoziierungsabkommens im Jahr 2003 fast verdoppelt.
Ausländische Investoren schätzen die politische Stabilität des Landes, seine verlässliche Wirtschaftspolitik und Gesetzgebung. Sie können sich ohne Beschränkungen an chilenischen Unternehmen beteiligen.
Zudem schafft ein deutsch-chilenisches Investitionsschutzabkommen das notwendige Vertrauen. Ein weiterer Anreiz für den Handel: Der reale Einfuhrzollsatz liegt derzeit bei 1,4 Prozent und der einheitliche Zollsatz bei 6 Prozent. Darüber hinaus bietet Chiles Arbeitsmarkt qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte und eine geringe Arbeitslosenquote. Dies konnte Cristián Lizana, General Manager bei LAN Airlines, der zweitgrößten Fluggesellschaft der Welt, bestätigen. In Chile denke man europäisch, stellte er fest, und machte deutlich, dass man Chile als Tor zu Lateinamerika sehen kann.

Ein „Luxusproblem“ habe Chile allerdings, diagnostizierte Dr. Reinhold Festge: Es mangele an Fachkräften – 30.000 fehlten beispielsweise im Bergbau. María Eugenia Wagner, Präsidentin SalmonChile, konnte dies auch für die boomende Lachsindustrie bestätigen.

Die Referenten waren sich einig: Gerade Deutsche könnten sich im chilenischen Markt erfolgreich einbringen. Mariana Bárcena vergab für den Andenstaat ein AAA-Rating. Aus Sicht der DEG verfüge das Land über hervorragende Kriterien, da Investitionen auf lange Sicht hin Erfolg hätten. Als einer der größten europäischen Entwicklungsfinanzierer ist die DEG seit 1969 in Chile tätig und nach einer längeren Pause seit 2011 wieder vor Ort aktiv. Allein im vergangenen Jahr hat sie 60 Mio. Euro für private Investitionen in Chile bereitgestellt. So finanzierte die DEG 2011 etwa ein Unternehmen, das in Chile kleine und mittelgroße Laufwasserkraftwerke baut und betreibt.

Brasilien, Mexiko, Chile: Lateinamerika zu Gast in der DEG

Abgerundet wurde der chilenische Abend durch lateinamerikanisches Fingerfood und chilenische Live-Musik.
Als Kooperationspartner des Kölner Presseclubs ist die DEG bereits zum dritten Mal Gastgeber für Veranstaltungen mit Lateinamerikas Boom-Nationen: 2010 sprach der brasilianische Botschafter Everton Vieira Vargas in einer Podiumsdiskussion des Kölner Presseclubs u.a. über die Chancen und Herausforderungen für deutsche und brasilianische Unternehmen vor den nahenden brasilianischen Großereignissen Fußball-WM und Olympia. 2011 folgte eine Mexiko-Veranstaltung mit S.E. Francisco Nicolás González Díaz, Botschafter der Vereinigten Mexikanischen Staaten in Berlin. Er informierte die zahlreich erschienenen Teilnehmer über den Wirtschafts- und Investitionsstandort Mexiko.

Kölner Stadtanzeiger vom 28.4.2012 Artikel in ".DE", Zeitschrift der AHK Chile

Fotos: Christian Ahrens

‘Neue’ Deutsche Welle

Herausforderungen und Perspektiven für den deutschen Auslandssender

27.03.2012

Ein Gespräch mit dem Intendanten der Deutschen Welle, Erik Bettermann.

Moderation:
Dr. Hildegard Stausberg, DIE WELT/WELT-Gruppe

Ort:
Excelsior Hotel Ernst, „Blauer Salon

Weitere Informationen:
Wir stärken den Standort Bonn“ – Interview mit Erik Bettermann im General-Anzeiger Bonn

Fotos: Silvia Kröger-Steinbach

Drei baltische Wege

Litauen, Lettland, Estland – zerrieben und auferstanden

23.2.2012

Robert von Lucius, lange Jahre Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für das Baltikum, hat seine Erfahrungen in einem neuen Buch zusammengefasst. Er stellte den zahlreich erschienenen Interessenten im Café des Wallraf-Richartz-Museums vor.

Fotos: Christian Ahrens

Elizabeth II.

Das Leben der Queen

23.01.2012

Königinnen gibt es viele, doch nur eine Queen. Elizabeth II. hat fast die ganze Nachkriegszeit auf dem Thron erlebt. Dabei hat sie mehr Krisen überdauert, als
irgendein Politiker sich vorstellen kann. Anlässlich ihres 60. Thronjubiläums im Juni 2012 stellte Thomas Kielinger, langjähriger London-Korrespondent für DIE WELT,
das Leben von Queen Elizabeth II. in seinem neuen Buch vor.

Der Leseabend stand unter der Schirmherrschaft des Britischen Generalkonsuls in Düsseldorf, Malcolm Scott, und wurde von der Deutsch-Britischen Gesellschaft Bonn, dem Kölner Presseclub und St. George’s School veranstaltet, die auch ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.
Das Grußwort sprach R. Hollow, Direktor der englischsprachigen internationalen Ganztagsschule.

„Elizabeth II. Das Leben der Queen“ ist 2012 in der 2., durchgesehenen Auflage im Verlag C.H. Beck
erschienen und kann u.a. hier als Printausgabe und E-Book bestellt werden.
ISBN: 978 3 406 6236 0 8.

Kölner Stadtanzeiger vom 2.2.2012

Fotos: Christian Ahrens

Fotos: Christian Ahrens