Newsletter vom 23.01.2021

Donald Trump ist weg und nun wird alles gut? Natürlich nicht.

Sehr geehrte Mitglieder,
liebe Freundinnen und Freunde des Kölner Presseclubs,

es liegt wohl in der menschlichen Natur, dass wir uns gelegentlich Dinge schöner reden, als sie sind. Das gilt nicht nur im Privaten, es gilt auch für unseren Blick auf die Politik. Donald Trump ist weg und nun wird alles gut? Natürlich nicht. Nach wie vor sind die großen USA ein zutiefst gespaltenes Land und Joe Biden kein Wunderheiler. Seine beschwörende Rede zur Amtseinführung haben wir gehört, sie war ein einziger Appell zur Einheit. Aber seine ersten Handlungen – Liberalisierung der Einwanderungspolitik, Stopp des Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko etc. – haben auf fast die Hälfte der Wählerschaft provozierend und wie eine Kampfansage gewirkt.

Um zu verstehen, wie es um die amerikanische Gesellschaft steht, wie Stimmung und Lage nach dem Bewohnerwechsel im Weißen Haus sind, habe ich mit einem profunden USA-Experten gesprochen. Dr. Jan Philipp Burgard ist Buchautor (u.a. „Ausgeträumt, Amerika?“), hat über den Obama-Wahlkampf seine Doktorarbeit geschrieben und ist derzeit ARD-Korrespondent in Washington. Sein geschulter Blick ist differenziert, sein Urteil begründet. Im Rahmen einer Podcast-Reihe Rheinhören für die Bonner Akademie BAPP habe ich ihn befragt und wir wollen Ihnen mit unserem Extra-Newsletter seine kritische Einschätzung nicht vorenthalten. Rheinhören und hier klicken

In diesem Sinne grüßt Sie sehr herzlich

Ihr
Michael Hirz