„Ich sehe es so“
von Peter Pauls

Die Redewendung vom „Kind im Mann“ ist uns geläufig. Betrachte ich die Politik, gewinnt sie für mich völlig neue Bedeutung. Statt verträumt mit Spielzeugeisenbahnen spielt der US-Präsident allerdings mit Dekreten.

Gleichsam über Nacht erlässt er Regeln, wonach man Menschen für vorläufig 90 Tage nach Herkunft und Religion behandeln und gegebenenfalls nicht in die USA einreisen lassen sollte.

Das erinnert mich an meinen kleinen Bruder. Der verkündete mitunter morgens, als welche Person er den Tag zu verbringen gedachte. Vor allem im Räuber Hotzenplotz verwirklichte er sich gerne. Donald Trumps 90-Tage-Dekret entspricht den wenigen Stunden, die es den Bruder in der Rolle hielt. Es ist kurzatmig und letztlich nur darauf aus, eine verstörende Botschaft zu liefern. Es ist die Botschaft eines Kindes, das mit Klötzchen wirft. Dazu gehört auch, dass der Präsidentensprecher glaubt, einen festgehaltenen Fünfjährigen als möglichen Gefährder brandmarken zu müssen. Absender all dessen ist ausgerechnet das Land, das uns von Hitler befreite und die Demokratie brachte.

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